Der Erde ist egal ob wir sie retten

Wir lieben unsere Erde mit ihren rauen Gebirgen, grünen Wäldern, weiten Stränden und wilden Ozeanen. Als Menschen sind wir ein Teil von ihr und sie ist die Grundlage unseres Lebens - und Überlebens. Schon vor Jahren haben wir uns entschieden: wir wollen diese Welt erhalten, damit sie auch für unsere Kinder noch leben- und liebenswert ist. Klar ist dabei: unser aktuelles Konsum- und Lebensverhalten hat langfristig keine Zukunft.

Wir verbrauchen knapp 60% mehr Ressourcen als nachwachsen können. Unser Verlangen nach immer verfügbaren Gütern zu günstigen Preisen schüren eine Industrie und Landwirtschaft, die ignorant gegenüber dem ökologischen und sozialen Gleichgewicht ist. Daraus erwachsen die größten Umweltprobleme unserer Zeit: Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben und Wasserknappheit. Das Wissen und die Fakten darüber sind bekannt, durch wissenschaftliche Berichte gestützt und durch Medien verbreitet. „Wir müssen handeln! Wir müssen die Erde retten!“ heißt es dann.

Ehrlich gesprochen: der Erde ist es egal, ob wir sie retten. Sie muss nicht gerettet werden. Seit rund 4,6 Milliarden Jahren bewegt sie sich durch den Weltraum, vor rund 3,5 Milliarden Jahren tauchten die ersten Fossilien auf, das erste Leben, und erst seit 195 Millionen Jahren entwickeln sich die Säugetiere. Der Mensch macht in dieser Zeitleiste nur einen kleinen Wimpernschlag aus. Sein Fußabdruck auf dem Planeten ist jedoch unübersehbar. Der Erde ist das dennoch egal, denn die Natur findet ihren Weg. Es ist ein langsamer Prozess, aber über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg werden sich Pflanzen und Tiere anpassen. Wer es nicht schafft, sich an übersäuerte Böden, verschmutztes Wasser und extreme Klimata anzupassen, stirbt aus. Der Planet wird sich dennoch weiterdrehen. Er hat kein Umweltproblem, der Mensch hat es. Und der Mensch muss sich ändern oder er wird geändert werden. Wenn wir also sagen: „wir müssen die Erde retten“, meinen wir eigentlich: „wir müssen uns retten“. 

 

 

Damit alles so bleibt, wie es ist, muss sich vieles ändern. Und wenn jemand etwas verändern möchte, muss er bei sich selbst anfangen. Wir haben das Glück in unserer Gesellschaft, frei entscheiden und offen reden zu können. Wir haben nicht nur die Wahl, wir treffen sie auch. Jeder Tag, mit jeder Handlung und jedem Wort. Wir sind alle Teil des Problems. Und wir sind auch alle Teil der Lösung. Wir können uns jederzeit dazu entscheiden, Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen, unseren Lebensstil und unser Konsumverhalten zu reflektieren, umzudenken und zu verändern.

Das ist nicht immer leicht und sicher ist auch nicht jede Lösung perfekt. Aber wir glauben, dass Nachhaltigkeit eine Pflicht ist, die wir uns und den nachfolgenden Generationen schuldig sind. Wir wollen nicht nach Gründen suchen, um etwas nicht zu machen, sondern es einfach tun. Nicht erst morgen, sondern schon heute. Wir wollen nicht zuschauen, sondern aktiv werden. Wir wollen etwas bewegen und zeigen, dass Nachhaltigkeit erlebbar und umsetzbar ist. Wir glauben dass ein bewusster Konsum und eine angemessene Lebensweise etwas bewirken können, dass Verzicht glücklich machen kann und ein Wandel jederzeit möglich ist. Dass wir als Menschen etwas verändern und die Herausforderungen der Zukunft meistern können. Wir glauben, dass wir es uns nicht mehr leisten können die Verantwortung abzuschieben auf die Konzerne oder die Politiker. Nicht bei allem was wir über den Zustand unserer Erde wissen.

 

 

Die fünf Prinzipien der Nachhaltigkeit

  1. Wenn du etwas ändern willst, fang bei dir selber an und zwar heute.
  2. denke nicht an Probleme, sondern an Lösungswegen.
  3. Es gibt keine Ausreden: informiere dich und handle dann.
  4. Investiere keine Zeit in die Kritik der Lösungsansätze anderer Leute, sofern du keinen besseren Weg kennst und vor allem gehst.
  5. Dein Handeln sollte stets bestimmt sein von der Frage: Garantiert mein Lebensstil heute eine menschenwürdige Umwelt für meine Kinder und Enkel?

 

 

 

Qellen: Ein Auszug aus dem Buch: Dein Weg zur Nachhaltigkeit


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